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Hallo und willkommen 👋

Willkommen bei den OMAS GEGEN RECHTS Rüsselsheim. Uns gibt es seit Anfang September 2024. Wir sind Teil der OMAS GEGEN RECHTS in Deutschland. Wir setzen uns ein für den Schutz der Demokratie, die Würde des Menschen und eine lebens- und liebenswerte Gesellschaft.

Das Erstarken rechtsextremer Gruppierungen und Parteien fordert unser aller Engagement. Rassismus, Antisemitismus, Misogynie und Faschismus haben weltweit bedrohlich zugenommen. Dagegen setzen wir uns zur Wehr mit friedlichen Mitteln auf dem Boden rechtsstaatlicher Ordnung und Gesetze.

Wir sind viele und werden täglich mehr. Wir OMAS GEGEN RECHTS sind eine zivilgesellschaftliche, parteiunabhängige Initiative, die deutschlandweit in vielen selbstständigen Gruppen organisiert ist. Über Zuspruch und neue OMAS, die sich für unsere Demokratie und unser Grundgesetz einsetzen, freuen wir uns. Selbstverständlich sind uns auch OPAS herzlich willkommen. 

Wo stehen wir? Eine kritische Bestandsaufnahme der Lage in Deutschland 2025/2026

Deutschland versteht sich gern als wirtschaftlich starkes, demokratisch gefestigtes und sozial abgesichertes Land. Dieses Selbstbild wirkt beruhigend – und doch verdeckt es zunehmend eine Realität, die viele Menschen Tag für Tag anders erleben. Hinter Stabilität und Wohlstand wachsen Widersprüche, Ungleichheiten und strukturelle Schieflagen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt spürbar belasten.

Der Staat verfügt heute über mehr finanzielle Mittel als je zuvor. Sondervermögen, Schuldenprogramme und Fonds in historischer Größenordnung sollen Zukunft sichern. Doch bei vielen kommt davon kaum etwas an. Der Mittelstand gerät unter Druck, Menschen mit niedrigen Einkommen kämpfen trotz Arbeit ums Auskommen, Alleinerziehende, Rentnerinnen und Rentner sowie Familien im Bürgergeldbezug erleben den Alltag als ständigen Balanceakt.

Gleichzeitig fließen Milliarden in politische Prestigeprojekte und Sonderfonds, deren Nutzen für den Alltag der Mehrheit oft schwer erkennbar ist. Währenddessen bleiben sozialer Wohnungsbau, Pflege, Bildung und familienfördernde Investitionen chronisch unterfinanziert. Die Prioritäten wirken verschoben – und dieses Gefühl ist weit verbreitet.

Besonders deutlich zeigt sich die Schieflage bei Einkommen und Vermögen. Deutschland gehört zu den Ländern mit einer extrem ungleichen Vermögensverteilung. Die reichsten zehn Prozent der Haushalte besitzen mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens. Das oberste ein Prozent hält etwa so viel wie die unteren neunzig Prozent zusammen. Für die große Mehrheit bleibt Vermögen ein fernes Versprechen, während Immobilien, Aktien und Unternehmensbeteiligungen vor allem bei ohnehin Wohlhabenden konzentriert sind.

Diese Konzentration wird über Generationen fortgeschrieben. Erbschaften und Schenkungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Dennoch weigern sich Regierungen seit Jahrzehnten, eine wirklich faire Vermögens- und Erbschaftsbesteuerung durchzusetzen. Arbeit wird vergleichsweise hoch belastet, große Vermögen und Kapitaleinkünfte hingegen profitieren von Ausnahmen, Schlupflöchern und niedrigen effektiven Steuersätzen. Viele erleben dieses System als zutiefst ungerecht.

Die Folgen sind konkret spürbar. Trotz Vollzeitarbeit reicht das Einkommen für viele Menschen kaum aus, während auf der anderen Seite Rekordgewinne und Vermögenszuwächse verzeichnet werden. Die sozialen Gräben verlaufen dabei nicht abstrakt, sondern entlang klarer Linien: Alter, Geschlecht, familiäre Situation.

Kinderarmut wächst. Mehr als jedes fünfte Kind in Deutschland ist armutsgefährdet oder von sozialer Ausgrenzung bedroht. Alleinerziehende – überwiegend Frauen – sind besonders betroffen und leben häufig trotz Erwerbstätigkeit nahe oder unterhalb der Armutsgrenze. Auch viele ältere Menschen, vor allem Frauen mit niedrigen Renten, geraten zunehmend unter Druck und erleben Altersarmut nicht mehr als Ausnahme, sondern als reale Gefahr.

Hinzu kommt eine Migrationspolitik, die gesellschaftlich stark polarisiert. Die Zahl der Abschiebungen ist gestiegen, darunter auch tausende Kinder und Jugendliche. Immer wieder werden gut integrierte Familien und junge Menschen, die hier zur Schule gehen oder arbeiten, aus ihrem Leben gerissen und in unsichere Situationen zurückgeführt. Diese Praxis ist kein Randphänomen. Sie wirft grundlegende Fragen nach Menschenrechten, Humanität und dem Selbstverständnis eines Einwanderungslandes auf – und verstärkt bei vielen das Gefühl von Kälte und Härte im politischen Umgang.

Auch Geschlechterungerechtigkeit bleibt ein zentraler Faktor sozialer Ungleichheit. Frauen sind überdurchschnittlich häufig in Niedriglohnjobs, Teilzeit oder prekären Beschäftigungsverhältnissen tätig. Fehlende Ganztagsbetreuung, hohe Care-Belastungen und tradierte Rollenbilder engen Chancen ein und wirken bis ins Rentenalter nach. Alleinerziehende Haushalte, meist von Frauen geführt, tragen ein besonders hohes Armutsrisiko.

All diese Entwicklungen greifen ineinander: wachsende Ungleichheit, hohe Schulden, ein als unfair empfundenes Steuersystem, restriktive Migrationspolitik und strukturelle Benachteiligungen nach Geschlecht. Gemeinsam stellen sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf eine harte Probe.

Viele Menschen – quer durch politische Lager – berichten von Verunsicherung, von der Angst vor sozialem Abstieg und vom Gefühl, nicht gehört oder gerecht behandelt zu werden. Diese Wahrnehmung speist sich nicht nur aus Statistiken, sondern aus Alltagserfahrungen: steigenden Mieten, unsicheren Jobs, fehlender Anerkennung und dem Eindruck, dass politische Entscheidungen oft an den Lebensrealitäten vorbeigehen.

Deutschland steht 2026 vor tiefgreifenden Herausforderungen. Die ökonomischen Belastungen treffen vor allem jene, die ohnehin wenig haben. Soziale Ungleichheit ist längst nicht mehr nur eine Zahl, sondern wird von vielen als moralische und politische Schieflage empfunden. Kinderarmut, prekäre Arbeit, geschlechtliche Diskriminierung und eine harte Abschiebepraxis verstärken das Gefühl einer geteilten Gesellschaft.

Die Frage „Wo stehen wir?“ lässt sich deshalb nicht allein mit Kennzahlen beantworten. Sie berührt die Lebenswirklichkeit von Millionen Menschen, die täglich erfahren, was es heißt, am unteren Ende der sozialen Hierarchie zu stehen – während wenige enorme Vermögen und Einfluss anhäufen.

Gleichzeitig entsteht in diesem Klima eine weitere, ernsthafte Gefahr für die Demokratie selbst. Rechtsextreme und autoritäre Kräfte nutzen soziale Unsicherheit, Abstiegsängste und das Gefühl politischer Ohnmacht gezielt aus. Sie präsentieren sich als vermeintliche „Alternative“, während sie in Wahrheit einfache Feindbilder anbieten, gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausspielen und demokratische Institutionen systematisch delegitimieren. Ihre Rhetorik richtet sich gegen Pressefreiheit, unabhängige Gerichte, Minderheitenschutz und parlamentarische Verfahren – also gegen genau jene Grundlagen, die sozialen Ausgleich, Rechte und Mitbestimmung überhaupt erst ermöglichen. Wo Vertrauen in Politik und Gerechtigkeit schwindet, wächst die Bereitschaft, demokratische Regeln infrage zu stellen. Die Geschichte zeigt jedoch deutlich: Wer Demokratie abbaut, löst keine sozialen Probleme – er verschärft sie und ersetzt Recht durch Macht und Ausgrenzung.

Die zentrale Herausforderung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft besteht darin, nicht länger nur Symptome zu verwalten. Es geht darum, Vertrauen zurückzugewinnen, echte Chancengleichheit zu schaffen und soziale Sicherheit wieder als gemeinsames Versprechen zu begreifen. Solidarität darf kein Schlagwort sein – sie muss wieder spürbar werden.

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